Kühlmatte für Hunde: Wie sie funktioniert und worauf Sie achten sollten

Hellblaue gesteppte Kühlmatte für Hunde mit weißer Einfassung auf weißem Hintergrund

An heißen Sommertagen suchen Hunde instinktiv kühle Plätze: Fliesen im Flur, den Kellerboden, den Schatten unter dem Tisch. Eine Kühlmatte für Hunde bietet ihnen einen solchen Platz genau dort, wo Sie ihn haben möchten. Doch wie funktioniert eine Kühlmatte eigentlich, worin unterscheiden sich Modelle mit und ohne Gel, und welche Größe brauchen Sie? In diesem Ratgeber erklären wir es Ihnen ehrlich, ohne große Versprechen.

Warum Hunde bei Hitze Unterstützung brauchen

Hunde schwitzen nur in sehr geringem Maß über die Pfotenballen. Ihre Körperwärme geben sie vor allem durch Hecheln ab und über den Kontakt zu kühleren Flächen. Deshalb legen sie sich im Sommer gern flach auf glatte, kühle Böden. Besonders empfindlich auf Hitze reagieren Hunde mit kurzer Schnauze wie Möpse oder Französische Bulldoggen, ältere und übergewichtige Hunde, Welpen sowie Hunde mit dichtem Fell.

Wie funktioniert eine Kühlmatte?

Im Handel finden Sie im Wesentlichen zwei Arten von Kühlmatten. Beide haben ihre Berechtigung, und es lohnt sich, die Unterschiede zu kennen.

Kühlmatten mit Gel

Gelmatten enthalten eine Füllung, die Körperwärme aufnimmt. Dadurch fühlen sie sich zunächst spürbar kühl an. Nach einiger Zeit ist das Gel jedoch erwärmt und muss sich ohne Belastung wieder abkühlen. Ein Nachteil: Wird die Matte zerkaut oder beschädigt, kann die Füllung austreten. Bei jungen oder kaufreudigen Hunden ist deshalb Vorsicht geboten.

Kühlmatten ohne Gel

Matten ohne Gel setzen auf ein besonderes Gewebe. Unsere Kühlmatte ohne Gel hat eine Oberseite aus glattem, gestepptem Eisseide-Gewebe, das sich bei Berührung angenehm kühl anfühlt und Luft durchlässt. Ganz ehrlich: Die Matte erzeugt selbst keine Kälte. Sie kühlt nicht aktiv wie ein Kühlakku, sondern bietet Ihrem Hund eine deutlich angenehmere Liegefläche als ein dickes, warmes Polster. Dafür braucht sie weder Strom noch Wasser noch Kühlschrank, kann nicht auslaufen und darf in die Waschmaschine.

Gel oder ohne Gel: Was passt zu Ihrem Hund?

Mit Gel Ohne Gel (Gewebe)
Kühlgefühl Anfangs deutlich kühl, lässt mit der Zeit nach Angenehm kühl und luftig, gleichbleibend
Bei Kauern Füllung kann bei Beschädigung austreten Nichts kann auslaufen; trotzdem kein Kauspielzeug
Pflege Meist nur abwischbar Waschbar
Unterwegs Eher schwer Leicht und faltbar

Für den Alltag in der Wohnung, im Auto oder im Urlaub ist eine waschbare Matte ohne Gel eine unkomplizierte Lösung. Lassen Sie junge oder kaufreudige Hunde anfangs dennoch nicht unbeaufsichtigt darauf, denn keine Textilmatte ist für ausgiebige Kau-Sessions gedacht.

Die richtige Größe wählen

Ihr Hund sollte sich auf der Matte ausgestreckt hinlegen können. Messen Sie ihn deshalb im Liegen, von der Nasenspitze bis zum Schwanzansatz, und geben Sie ein paar Zentimeter dazu. Viele Hunde liegen im Sommer lang ausgestreckt auf der Seite und brauchen dann mehr Fläche als in eingerollter Schlafposition.

Größe Maße Geeignet für
S 35 × 45 cm Katzen und Kleintiere
M 50 × 70 cm Katzen und kleine Hunde
L 70 × 90 cm Mittelgroße Hunde
XL 80 × 120 cm Große Hunde
XXL 100 × 150 cm Sehr große Hunde

Die Angaben beziehen sich auf unsere Kühlmatte ohne Gel. Liegen Sie zwischen zwei Größen, wählen Sie lieber die größere.

Wo liegt die Kühlmatte am besten?

  • Im Schatten: Direkte Sonne heizt jede Liegefläche auf. Legen Sie die Matte an einen schattigen, gut belüfteten Platz.
  • Auf glattem Boden: Fliesen oder Parkett bleiben meist kühler als Teppich. Eine rutschfeste Unterseite sorgt dafür, dass die Matte liegen bleibt.
  • Im Hundebett: Eine Kühlmatte lässt sich auch in das gewohnte Bett oder auf das Sofa legen. So bleibt der Lieblingsplatz erhalten.
  • Unterwegs: Gefaltet passt sie auf Rückbank oder Kofferraumboden und ins Ferienhaus.

Passende Liegeplätze, auf die sich eine Matte legen lässt, finden Sie in unserer Kollektion Hundebetten.

Pflege der Kühlmatte

Eine Matte ohne Gel ist besonders pflegeleicht. Waschen Sie sie im Schonwaschgang bei niedriger Temperatur und lassen Sie sie an der Luft trocknen. Zwischendurch genügt es, Haare mit einer Fusselbürste oder dem Staubsauger zu entfernen. Prüfen Sie die Matte regelmäßig auf Beschädigungen, vor allem wenn Ihr Hund gern daran knabbert.

Mehr als eine Matte: Hitzetipps für Ihren Hund

Eine Kühlmatte ist ein Baustein, ersetzt aber keine umsichtige Planung an heißen Tagen. Diese Punkte sind uns besonders wichtig:

  1. Frisches Wasser: Stellen Sie jederzeit ausreichend frisches Wasser bereit, an mehreren Stellen in der Wohnung. Ein Trinkbrunnen hält Wasser in Bewegung und kann zum Trinken anregen.
  2. Spaziergänge verlegen: Gehen Sie früh morgens und spät abends. Prüfen Sie den Asphalt mit dem Handrücken: Ist er für Sie unangenehm heiß, ist er es auch für die Pfoten Ihres Hundes.
  3. Schatten statt Sonne: Im Garten und auf dem Balkon braucht Ihr Hund immer einen schattigen Rückzugsort.
  4. Kein Toben in der Mittagshitze: Ballspiele und Joggen verschieben Sie auf kühlere Stunden.
  5. Niemals im Auto lassen: Auch nicht kurz, auch nicht mit geöffnetem Fensterspalt. Ein parkendes Auto heizt sich in der Sonne sehr schnell auf.

Achten Sie auf Warnzeichen wie starkes, anhaltendes Hecheln, Unruhe, Taumeln, Erbrechen oder Teilnahmslosigkeit. Bringen Sie Ihren Hund dann sofort in den Schatten, bieten Sie Wasser an und kontaktieren Sie umgehend eine Tierarztpraxis, denn ein Hitzschlag ist ein Notfall.

Häufige Fehler, die Sie leicht vermeiden

  • Matte in der Sonne: Auf einer sonnigen Terrasse heizt sich jede Matte auf. Der Schatten ist entscheidend.
  • Zu kleine Größe: Liegt Ihr Hund nur mit dem halben Körper auf der Matte, verschenken Sie die angenehme Fläche.
  • Zwang statt Einladung: Manche Hunde brauchen ein paar Tage, bis sie den neuen Platz annehmen. Legen Sie ein Leckerli oder ein vertrautes Spielzeug darauf und lassen Sie Ihren Hund selbst entscheiden.
  • Zu viel erwarten: Eine Matte ohne Gel ist keine Klimaanlage. Bei großer Hitze zählen vor allem Schatten, Ruhe und Wasser.
  • Kauen übersehen: Knabbert Ihr Hund an den Ecken, nehmen Sie die Matte weg, solange Sie nicht dabei sind.

Und im Winter?

Viele Hunde, die im Sommer die Kühle suchen, kuscheln sich im Winter gern warm ein. In unserer Kollektion Kühlmatten für Hunde finden Sie deshalb auch eine selbstwärmende Thermodecke, die ohne Strom die eigene Körperwärme Ihres Tieres zurückgibt.

Fazit

Eine Kühlmatte für Hunde ist eine einfache, sinnvolle Hilfe an warmen Tagen. Modelle ohne Gel kühlen nicht aktiv, bieten aber eine angenehm kühle, luftige Liegefläche, die nicht auslaufen kann und sich problemlos waschen lässt. Wählen Sie die Größe so, dass Ihr Hund sich ganz ausstrecken kann, legen Sie die Matte in den Schatten und kombinieren Sie sie mit frischem Wasser und klugen Spazierzeiten. Bei Fragen zur passenden Größe schreiben Sie uns gern.